PC Monitor Test 2015 – LED, TFT Monitore im Vergleich

Monitor Test 2016

Die Flut an Computer Monitoren macht es dem Kunden nicht leicht, eine Wahl zu treffen. Dazu kommt, dass die Beschreibungen oftmals für den Laien schwer verständlich sind. Ist TFT besser als LED? Was bedeutet cd/m2? Was sind das alles für Anschlüsse und wozu braucht man sie? Diese Seite soll dabei helfen, sich in dem Dschungel an Geräten besser zurecht zu finden und das Kauderwelsch zu verstehen. Wir erklären Ihnen einige der häufigsten Begriffe und zeigen Ihnen, was wirklich wichtig ist und was nicht. Darüber hinaus haben wir zahlreiche Modelle für Sie getestet und stellen Ihnen im Anschluss die Ergebnisse vor. Der Monitor Test auf dieser Seite wird Ihnen die Kaufentscheidung deutlich erleichtern!

Preisklasse:
€ —

Monitor Test – gute Qualität für kleines Geld

Optimale Größe für Ihre Bedürfnisse

Bei der Größe des Displays kommt es in erster Linie darauf an, wozu man den PC verwendet. Üblicherweise sitzt man nahe davor und ein überdimensionierter Bildschirm wäre eher fehl am Platz. Daher ist ein Monitor mit 22 Zoll – 24 Zoll in den meisten Fällen vollkommen ausreichend. Größere Monitore wären nur dann sinnvoll, wenn man sie quasi als Fernsehersatz zum Anschauen von Filmen vom Wohnzimmersofa aus benutzt oder für die Grafikbearbeitung nutzen möchte. Wer jedoch einen Hochauflösenden 4K Monitor mit UHD-Auflösung sucht, kommt an einem großen Bildschirm von 27 Zoll nicht vorbei. Die Bezeichnung 4k wird für Geräte mit einer Auflösung von 3840 × 2160 Bildpunkten verwendet. Damit ist die Pixelzahl von 4k Bildschirmen viermal so hoch, wie die so genannter Full-HD Modelle. Bildschirme unter 20 Zoll sind nur bedingt zu empfehlen, da die Produktivität beeinträchtigt wird.

Tipp:
Ein 24 Zoll Monitor ist für die meisten Anforderungen völlig ausreichend und wird laut einer Umfrage am häufigsten genutzt. Forscher haben herausgefunden, dass größere Bildschirme die Produktivität steigern. Bildschirme zwischen 20 – 24 Zoll sind ideal für Office Anwendungen geeignet.

Was ist der Unterschied zwischen LCD und TFT?

In der Werbung werden die Monitore häufig als LCD-Monitore oder TFT-Montore angepriesen. Das Kürzel LCD sagt aus, dass es sich um Flüssigkristall-Monitore handelt, zu Englisch „Liquid Crystal Display“. TFT steht für „Thin Film Transistor“, also Dünnfilmtransistor, womit eine bestimmte LCD-Technik gemeint ist. Es handelt sich also immer um LCD-Bildschirme und da die TFT-Technik mittlerweile Standard ist gibt es keinen Unterschied zwischen dem einen und dem anderen.

Welche Bildschirmauflösung ist optimal?

Das Format 5:4 wird bei neueren LCD-Displays nicht mehr verwendet. Üblich sind Formate von 16:9 oder 16:10. Format und Display-Größe bestimmen, welche Bildschirmauflösung optimal ist. Allzu hohe Auflösungen können dazu führen, dass die Schrift nicht mehr lesbar ist. Windows ermöglicht aber die Einstellung auf größere Schrift, wenn dies der Fall ist. In der Regel sind die Monitore für eine bestimmte Auflösung konzipiert, die sogenannte native Auflösung. Es empfiehlt sich daher, die vom Hersteller genannte Auflösung zu benutzen, da dies die optimalste ist. Eine Änderung der Auflösung ist sowieso eher nur in Ausnahmefällen notwendig, wenn zum Beispiel ein Spiel keine gute Performance erbringt und eine niedrigere Auflösung dieses Problem beheben kann.

Wie gut ist der Betrachtungswinkel?

Schaut man seitlich auf einen LCD-Bildschirm, dann kann man häufig nichts oder nur wenig sehen. Wenn etwa die Familie sich um den Monitor drängelt, um die Urlaubsfotos zu betrachten, dann können einige häufig nichts sehen. Die Werte für den Betrachtungswinkel werden mit V und H angegeben, wobei es sich um die Werte für den vertikalen und den horizontalen Blickwinkel handelt. Desto größer diese Werte sind, desto besser ist das Bild auch von der Seite oder von unten und oben zu sehen. Besser als die angegebenen Werte ist natürlich ein Test direkt im Laden.

Tipp:
Haben Sie einen größeren Laden in der Nähe, wo viele Bildschirme in Aktion ausgestellt sind, dann können Sie dort in Ruhe die Leistung vergleichen. Anschließend vergleichen Sie die Preise für das Gerät Ihrer Wahl zum Beispiel bei Amazon.de und können die günstigere oder bequemere Art des Einkaufs wählen.

Wie hell sollte der Bildschirm sein?

Der Helligkeitswert wird in Candela pro Quadratmeter, kurz cd/m2, gemessen. LCD-Monitore haben einen Wert von 200 bis 400 cd/m2. Da aber zu helle Monitore die Augen eher ermüden reicht ein Mittelwert vollkommen aus. Wichtiger ist die Möglichkeit, die Helligkeit regeln und gerade bei zu hellen Monitoren den Display dunkler stellen zu können.

Kontrast und Bildschärfe

Wichtiger ist die Kontrastdarstellung, also das Verhältnis von Schwarz zu Weiß. Wird Weiß zum Beispiel 8000 mal heller als Schwarz dargestellt, so handelt es sich um einen Kontrast von 8000:1. Dies entspräche dem statischen Kontrast des Gerätes, der aber leider oft nicht angegeben wird. Meist wird der dynamische Kontrast angegeben. Dieser ist höher als der statische Kontrast und der Monitor regelt den Kontrast automatisch.

Was bedeutet Reaktionszeit?

Wer schnelle Spiele am PC spielt oder gerne rasante Actionfilme anschaut, der braucht einen Bildschirm mit möglichst kleinen Reaktionszeiten(Monitore für Gamer). Bei langsamen Reaktionszeiten verschmiert sonst das Bild und der Farbwechsel kommt mit der Geschwindigkeit nicht mit. Allgemein kommen LCD-Bildschirme mit dem Schwarz-zu-Schwarz-Wechsel weitaus besser zurecht als mit dem Grey-to-Grey-Wechsel. Zwar geben die meisten Hersteller extrem kurze Reaktionszeiten an, aber leider hat sich in Tests immer wieder erwiesen, dass die Angaben von 2 Millisekunden nicht der Realität entsprechen. Die Angaben sind also höchstens als Richtwert zu betrachten.

VGA, DVI und HDMI

Der alte VGA-Anschluss überträgt analoge Signale zwischen Monitor und Grafikkarte, die dann umgewandelt wurden. Besser ist ein digitaler DVI-D Anschluss, da sonst ein Adapter die Signale von analog zu digital und umgekehrt umwandeln müsste. Dies geht stets zu Lasten der Bildqualität. Monitore mit HDMI-Anschlüssen bieten die Full HD-Qualität. DVI steht für „Digital Visual Interface“, also eine digitale visuelle Schnittstelle. Dies ist mittlerweile der Standard bei LED-Monitoren und wird auch bei Fernsehern benutzt, um digitale Signale von PC oder DVD-Player zu übertragen. HDMI steht für „High Definition Multimedia Interface“, also eine Schnittstelle für hochauflösende Multimedia-Anwendungen. Hierbei handelt es sich um die Weiterentwicklung von DVI und wird in der Unterhaltungselektronik für die volldigitale Übertragung sowohl für Audiodaten als auch Videodaten engesetzt.

Was sind CCFL und LED?

Ältere Modelle benutzten mehrere CCFL-Röhren, die die Flüssigkristallelemente durchleuchteten. CCFL steht für „Cold Cathode Fluorescent Lamp“, also eine fluoreszierende Kaltkathodenlampe, wie wir es von den Leuchtstoffröhren kennen.
Bei der LED Backlight Technologie werden LEDs verwendet, die den CCFL-Röhren überlegen sind. LED steht für „light-emitting diode“, zu Deutsch „Licht-emittierende Dode“. Die Beleuchtung ist gleichmäßig auf dem Bildschirm verteilt, während bei der älteren Technik die CCFL-Röhren an den helleren Stellen zu erkennen waren. Das Bild ist kontrastreicher und insgesamt besser ausgeleuchtet. Dazu kommt, das LEDs einen geringeren Energieverbrauch haben und sehr langlebig sind.

LCD-Monitore: Wie unterscheiden sich die einzelnen Panel-Arten?

Monitore mit Flüssigkristall-Technologie gibt es mit drei unterschiedlichen Panel-Typen: TN, S-IPS / IPS und PVA/MVA. Nicht jedes Panel ist für jeden Anwender geeignet. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Technologien soll die folgende Übersicht verdeutlichen.

TN

Monitore mit Twisted Nematic-Technologie, kurz TN, sind am weitesten verbreitet. Die Anordnung der Flüssigkristalle kann man sich wie eine kleine Spirale vorstellen: In mehreren Ebenen liegen die Kristalle übereinander und sind im ausgeschalteten Zustand so zueinander verdreht, dass die unterste und oberste Schicht im 90°-Winkel zueinander stehen. Dadurch wird eine sehr schnelle Reaktionszeit möglich. Auch benötigt diese Technologie eine vergleichsweise schwache Hintergrundbeleuchtung und ist somit sparsamer als andere Panel-Typen. Die Farbwiedergabe, der Kontrast und der eher geringe Blickwinkel sind für den privaten Bereich absolut ausreichend. Monitore mit TN-Panel sind zudem günstig in der Herstellung und daher schon für relativ wenig Geld in guter Qualität zu haben. Sie eignen sich für den Großteil privater PC-Nutzer: Schnelle Reaktionszeiten und relativ gute Farben sind für Videospiele und Bürotätigkeiten gleichermaßen empfehlenswert. Professionellen Grafikern werden die durchschnittliche Farbdarstellung und der eher geringe Blickwinkel jedoch nicht genügen. Für die private Bildbearbeitung genügen TN-Monitore im Normalfall.

S-IPS / IPS

Bei Panels mit In-Plane-Switching, kurz IPS, sind die Flüssigkristalle eben und parallel zueinander angeordnet. Das sorgt für eine sehr hohe Blickwinkelstabilität, kräftige und realitätsnahe Farben und detaillierte Graustufen. Zu den Nachteilen gehört ein erhöhter Stromverbrauch aufgrund der intensiveren Hintergrundbeleuchtung und eine vergleichsweise langsame Reaktionszeit. Die Weiterentwicklung Super-IPS bietet schnellere Schaltzeiten und eine nochmals verbesserte Farbdarstellung. Überwiegend werden IPS- und S-IPS-Panels in hochwertigen Profimonitoren verbaut, die relativ teurer in der Anschaffung sind. Doch auch für den privaten Einsatz werden zunehmend günstige Modelle produziert. Bevorzugt werden IPS- und S-IPS-Monitore von Grafikern und Designern verwendet, welche die exakte Farbwiedergabe bei der professionellen Bildbearbeitung sehr schätzen. Für anspruchsvolle Gamer eignen sich IPS-Monitore nur bedingt, weil die Reaktionszeit im Vergleich zu anderen Technologien geringfügig langsamer ist – bei schnellen Spielen könnte dies zu unerwünschten führen. Wer trotzdem gerne einen IPS-Monitor verwenden möchte, sollte auf ein Gerät mit S-IPS-Panels zurückgreifen.

Unterschied zwischen IPS und TN Panel:

PVA/MVA

Technologisch gesehen sind MVA-/PVA-Panel ähnlich wie TN-Panel aufgebaut. Patterned-Vertical-Alignment und die Weiterentwicklung Multi-Domain-Vertical-Alignment besitzen allerdings zusätzlich für jede Pixelzelle nochmals eine Unterteilung, sodass sie deutlich gezielter angesteuert werden können. Das Resultat ist eine verbesserte Blickwinkelstabilität und ein deutlich stärkerer Kontrast. Auch die Farbdarstellung ist bei MVA- und PVA-Panels im Vergleich zu TN-Panels merklich besser. Die Nachteile dieser Technologie sind, ähnlich wie bei IPS-Panels, ein höherer Stromverbrauch aufgrund stärkerer Hintergrundbeleuchtung und eine langsamere Schaltzeit. Preislich liegen sie zwischen den günstigen TN-Monitoren und den teureren IPS-Monitoren. Das macht sie gemeinsam mit der guten Farbwiedergabe für Grafiker zu einer günstigen Alternative zu Geräten mit IPS-Panels. Für Gamer und auch für Privatanwender lohnen sich diese Monitore eher nicht, weil die langsame Reaktionszeit bei bewegten Bildern wie Spielen und Videos zu unschönen Schlieren führen könnte. Zwar gibt es auch hier eine Super-MVA- bzw. Super-PVA-Variante, die diese Schwäche behebt, doch sie wird vergleichsweise selten verbaut.

Vergleich der verschiedenen Monitor Panel-Arten:


Panel: TN S-IPS/IPS MVA/PVA
Blickwinkel +- ++ ++
Kontrast + + ++
Stromverbrauch ++ +- +
Reaktionszeit ++ + +
Gaming ++ +-
Office ++ ++ ++
Grafikbearbeitung ++ ++
Preis ++

Handbuch und Zubehör

Achtung! Meist sparen die Händler am richtigen Kabel!

Beim Zubehör sollte darauf geachtet werden, welche das Kabel inklusive sind. Gerade ein HDMI- oder DVI-Kabel ist nicht gerade billig. In unseren Test stellten wir fest, dass bei fast allen Modellen nur ein herkömmliches VGA-Kabel beigefügt war. Offenbar ist dies allgemein weit verbreitet, um das Angebot niedrig im Preis halten zu können.

Wichtig ist natürlich auch das Handbuch und natürlich sollte es auch in einer Sprache vorhanden sein, die man versteht. Eine lange Garantiezeit ist natürlich immer wünschenswert. In der Regel ist die Garantiezeit bei teureren Geräten länger, während preiswertere Geräte meist nur die gesetzliche Mindestzeit Garantie haben. Wer DVB-T mit dem Monitor empfangen möchte, muss darauf achten, dass ein Digitaltuner integriert ist. In so einem Fall wäre natürlich auch eine Fernbedienung beim Zubehör praktisch.

Vor – und Nachteile von Monitoren


Vorteile Nachteile
+Lange Lebensdauer -Manchmal Pixelfehler möglich
+Preis -Stromverbrauch
+Flimmerfrei
+Ergonomie

Was kosten LED-Monitore?

22 Zoll-Bildschirme sind mittlerweile schon unter 100,- EUR zu haben. Bei 24 Zoll kann man ab 140,- EUR und bei 27 Zoll ab knapp über 200,- EUR bereits brauchbare Modelle ergattern. Bei guten Monitoren erhöht sich der Preis entsprechend. Besonders empfehlenswert ist der Kauf über Amazon.de. Sie können aus einem großen Angebot die Preise vergleichen und die Kundenrezensionen helfen bei der Entscheidung mit. Der Versand ist bei Amazon.de zudem schon bei einem Warenwert von 29,- EUR kostenlos und die Lieferung erfolgt in der Regel innerhalb weniger Werktage.